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Lp 04/2006 |
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Fonel ist die relativ neue High-End-Marke desVertriebs von New Concept Electronics mit Sitz in der Hauptstadt und Wurzeln in der Ukraine. Röhrenverstärker aus der ehemaligen Sowjetunion haben eine lange Tradition, Marken wie beispielsweise der Röhrenhersteller Sovtek sind aus der heutigen "Szene" nicht mehr wegzudenken. |
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Endlich! Die Designer wagen sich nicht immer, aber immer öfter weg von der klassischen Blechschachtel-mit-Röhren-undTrafo-obendrauf-Optik und gehen ihre eigenen Wege Ich halte die Fonel-Phonos äußerlich für ausgesprochen gelungen. Ihre schweren Metallbleche werden in einem Champagnerton lackiert, bevor sie einen dicken Klarlacküberzug erhalten, der fast den Eindruck erweckt, es handle sich um Glasplatten. Die AcrylglasHolz-Kombination der Front verleugnet dabei überhaupt nicht ihren Retro-Anspruch, allein das flache Gehäuse hätte aber einen Designpreis für Röhrengeräte verdient. |
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Der dreiteilige Aufbau wirkt sehr durchdacht, die Verkabelung ist sauber und vor allem an keiner Stelle länger als unbedingt nötig. Die signalführenden Kabel sind als besonders brummresistente Koxialleiter in hochwertigen Ausführungen aus Reinsilber ausgeführt. Insgesamt gesehen zeugt der innere Aufbau von einer sorgfältigen Planung seitens der Ingenieurs- und Designabteilung mit viel Liebe zum Detail. |
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Der Mittenbereich kommt deutlich präsenter und farbenprächtig - eben typisch Röhre. Der Eigenklang verschiedener Instrumentalgruppen innerhalb eines Orchesters wird hervorragend differenziert, ihre Ortbarkeit dadurch eher noch verstärkt, ohne die Homogenität des gesamten Klangkörpers dabei aus den Augen zu verlieren. Noch deutlicher zeigt sich dies im Wechselspiel zwischen Solist und Orchester in Instrumentalkonzerten, im Kontrast zwischen intimen Solopassagen und kraftvollen Tutti-Einsätzen. |
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Die räumliche Abbildung lässt in Tiefe wie Breite nichts zu wünschen übrig, auch hier wirkt der Auftritt der beiden Phonostufen sehr authentisch, selbstverständlich und souverän. Bei diesen synthetischen Klangerzeugern, wie bei direkt aufgenommenen Rockscheiben, ist der dynamische Antritt der Fonels verzögerungsfrei und kraftvoll, ohne brutal und unkontrolliert zu Werke zu gehen.
Und tatsächlich schaffen es die beiden Fonels, auch die feinen Unterschiede zwischen zwei konstruktiv so nah beieinander liegenden Tonabnehmern wie dem Benz ACE L und ACE H deutlich herauszuarbeiten. Dies ist überhaupt das höchste Kompliment, das man den Fonel Phonostufen machen kann: sie sind jederzeit in der Lage, die Charakteristik angeschlossener Geräte zu bewahren und authentisch zu reproduzieren.
... Einfach und elegant. Der Musikfreund, der sich einmal für ein Setup entschieden hat, kann mit einer der Fonel-Phonovorstufen prächtig leben - Optik und gediegener Röhrensound gehen hier eine mehr als glückliche Verbindung ein, die ein langes, zufriedenes Musikleben garantiert. |
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